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Landesgruppe
Weser-Ems - Aktuell
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Unsere Landesgruppe Weser-Ems
auf der Bremen Classic Motorshow vom 6. bis 8. Februar 2009
Die Bremen Classic feiert in diesem Jahr mit einem Zuwachs von knapp acht Prozent im Vergleich
zum Vorjahr einen Besucherrekord. Die Organisatoren geben 36.379 Besucher an, die sich bei
550 Ausstellern aus 13 Ländern umschauen konnten.
Die Clubs sorgten mit ihren liebevoll gestalteten Messeständen für Wohlfühlambiente und eine
gelungene Oldtimermesse. Rund 120 Clubs stellten ihr Lieblingsmodell oder -Marke vor. Mit dabei
die Landesgruppe Weser-Ems vom DAVC, die in diesem Jahr ganz mutig einen Stand der
besonderen Art kreierte. Motto: „Camping in den 60zigern“.
Das dieser Stand so erfolgreich bei den Besuchern und den uns besuchenden Landesgruppen
Brandenburg, Hanse, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Oberbayern und Westküste
angekommen ist, hatte gleich mehrere Gründe. Es war ein sehr ausdrucksstarker Stand, der auf
alle Interessierte einladend und offen wirkte. Diese Gemütlichkeit wurde untermauert durch zwei
Highlights. Das war der VW TL 1600 und der Brüderchen Scholz -beide Baujahr 1966- von
unserem Schriftführer Carsten Ripke. Von dieser Harmonie angetan waren auch drei ganz
besondere Gäste: Heribert Simon, Präsident des DAVC e.V. besuchte den Messestand zusammen
mit Horst Brüning, FIVA-Präsident, und seiner Frau Ghia.

Der Stand der LG Weser-Ems mit VW TL 1600 und Scholz Brüderchen
Alles Begann Anfang der 60er Jahre. Bei den anderen großen Automobilwerken hatte man
realisiert, dass die Nachfrage nach größeren, luxuriösen Automobilen durch die gute wirtschaftliche
Situation deutlich anstieg. So gab es dort schon verschiedene Modelle, passend für den jeweiligen
Geldbeutel, zu kaufen, als beim Volkswagenwerk in Wolfsburg immer noch nur ein Modell
produziert wurde: der unverwüstliche Käfer. Als die Nachteile des Käfers nicht mehr zu übersehen
waren und immer mehr Interessenten zur Konkurrenz abzuwandern drohten, versuchten es die
Wolfsburger mit einem Mittelklassewagen auf Käfer-Basis: Der "Große Volkswagen" wurde 1961
auf der IAA präsentiert. Bei gleichem Radstand, fast gleicher Spurweite, etwas mehr Länge und
Breite sollte das neue Auto „Aufsteiger-Kunden“ bei der Firma halten. Vorgestellt wurde der erste
VW mit Pontonkarosserie als „VW 1500“ in den Ausführungen Limousine, Variant (= Kombi-Limousine) und Cabriolet. Das Cabrio wurde dann leider nicht produziert, weil die notwendigen
Versteifungsmaßnahmen zu teuer gekommen wären.
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Vom nur zweitürig angebotenen Modell wurden
bis zum Produktionsende Mitte 1973 ca. 2,6
Millionen Wagen hergestellt. Der VW Typ 3 –
so die werksinterne Bezeichnung – hob sich
durch seine modernere und größere Karosserie
mit einem höheren Platzangebot vom Käfer ab.
Eine Besonderheit waren die zwei separaten
Kofferräume im Wagenbug- und heck. Durch
die Entwicklung eines extrem flach bauenden
Boxermotors wurde erreicht, dass im Abteil
darüber ein zusätzlicher Kofferraum entstehen
konnte. Insgesamt war -außer beim Variant- in
beiden Kofferräumen aber nur sehr flaches
Gepäck unterzubringen. Zusammengerechnet
war man immerhin der Konkurrenz damit fast
ebenbürtig! |
Im Rahmen der kontinuierlichen Modellpflege wurde zunächst der Hubraum auf 1600 ccm
vergrößert, um dem Wunsch der Kundschaft nach mehr Leistung nachzukommen. Nunmehr
leistete der luftgekühlte Boxermotor 54 PS und konnte es so mit den Konkurrenzmodellen
aufnehmen.
Im Jahr 1965 wurde dann der VW 1600 TL (TL=Tourenlimousine) vorgestellt. Bei diesem Modell
war es nun möglich, im hinteren Gepäckraum eine handelsübliche Kiste Bier unterzubringen,
worauf die VW-Werbung dankbar hinwies.
| Nun ist er längst nicht mehr die Wahl der
Normalverbraucher sondern ein Fall für
Nostalgiker. Die Mechanik ist robust und
letztendlich war und ist der VW 1500/1600
ein Gewinn für alle Autofahrer. |
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Klappanhänger "Scholz Brüderchen" wurden in den 60er Jahren in Oslo bei der Firma Wideroe`s
Flyveselskamp unter der Bezeichnung Lillebror (kleiner Bruder) gebaut und in Deutschland von der
Firma Kurt Scholz aus Köln vertrieben. Die Deckel des Anhängers werden längsseitig ausgeklappt
und ergeben Liegeflächen, in deren Rücken eine schmale Sperrholzwand hochgestellt wird. Bugund
Heckwand bestehen bis zum Dachfirst aus Sperrholz und enthalten Fenster und eine Tür.
Über ein Gerippe aus Holz wird eine Zeltleinwand als Dach gespannt. Alle sonstigen Außenflächen
des zusammenklappbaren Anhängers sind aus lackiertem Aluminium, das innen mit Sperrholz
verkleidet ist Beim Scholz Brüderchen verzichtet man nicht auf Komfort und bleibt dennoch
beweglich. Außerdem kann er zum Beispiel in Garagen hochkant an die Wand gestellt werden.
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Wir hatten viele schöne und interessante
Gespräche und können auf ein
gelungene Ausstellung bei der Bremen
Classic Motorshow 2009 zurückschauen. |
Die nächste BCM ist am 5. bis 7. Februar 2010, natürlich wieder in Bremen.
An dieser Stelle sei auch ganz ausdrücklich und herzlich dem Messeteam gedankt, ohne dessen Einsatz diese Veranstaltung nicht so erfolgreich verlaufen wäre. Von diesen begeisterten Menschen lebt die Faszination. Und so lautet das Motto des DAVC:
„Die Menschen müssen passen, nicht die Oldies - Ihr seit Willkommen.“
Detlef Grobler und Carsten Ripke
Landesgruppe Weser-Ems
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Der Lottogewinn, Fräulein Rohrmoser und ich.
Es war im Jahr 1986, ich war in der Ausbildung und brauchte ein Auto. Vorher durfte ich immer
die Jagd-Gelände-Käfer meines Vaters benutzen, die so ca. alle zwei Jahre getauscht wurden,
da mein Vater wegen des Verwendungszwecks der Jagdausübung immer ziemlich
heruntergekommene Exemplare gekauft hat, die dann auch wirklich durch waren.
In Bruchhausen-Vilsen fand ich dann einen VW 1600 TL, Bj. 1969, Kurzschnauzer in savannenbeige mit ca. 70.000 KM auf der Uhr für 2.000.- DM. Irgendwie müssen da frühe Kindheitserinnerungen (bin Bj. 1965) in mir hochgekommen sein, denn das erste Auto, an das ich mich bewußt erinnern kann, ist der himmelblaue 1600 TL meiner Eltern. Also kaufte ich das gute Stück und hab in 4 Jahren damit ca. 50.000 KM ohne Probleme zurückgelegt.
Dann war die Ausbildung vorbei, ich hatte wenig Geld, der TÜV wollte den TL wegen einiger Durchrostungen nicht mehr abnehmen und dann verabschiedete sich auch noch das Getriebe. Ich habe mich dann schweren Herzens von dem Auto getrennt und es für 400.- DM an einen Herrn verkauft, der in Berlin ein Museum für Fluchthilfe aus der DDR aufmachen wollte. Der VW sollte so umgebaut werden, dass unter dem Tank eine Person versteckt werden konnte. Ich hab nie wieder davon gehört.
Tja, mein erstes eigenes Auto...irgendwie hängt man immer an seinem ersten Auto, oder? Ich hab mir damals jedenfalls vorgenommen, dass ich mir unbedingt wieder einen VW 1600 TL Kurzschnauzer kaufe, falls ich mal viel Geld haben sollte.
Dann, am 4.7.2003 war es soweit: 1,14,20,29,45,46. Zahlen kontrolliert, 5 Richtige. Fünf Richtige!!!! Man braucht ein bisschen, um es zu glauben! Habe dann von der Lotto-Zentrale einen Barscheck über 4.271,60 Euro bekommen und gleich eingelöst.
Tja, nun hatte ich also "viel Geld"!
Mein Wunsch nach einem 1600 TL fiel mir sofort wieder ein und ich habe mich auf die Suche gemacht. Im Internet bin ich auf ein entsprechendes Angebot gestoßen: VW Typ 3 1600 TL, EZ. 6/66, SSD, balticblau, Rarität da ungeschweißt, stand seit ´92 vergessen in einer Garage, H-Kennzeichen + Tüv neu, originaler Brief und Kaufvertrag vorhanden, Zustand 2.
Hab dann ein paar gute Freunde aus Hamburg, die schon mehrere VW restauriert haben, eingepackt und ab ging‘s nach Berlin!
Nach ausführlicher Besichtigung, umfangreicher Probefahrt war klar: Das ist er! Kein Rost an den üblichen Stellen, tatsächlich ungeschweißt, 75.000 KM, technisch OK und im absoluten Originalzustand! Und dazu noch ein Schiebedach! Mit dem Verkäufer konnte man sogar noch handeln, dann war ich überglücklicher und stolzer Besitzer eines VW 1600 TL! Übrigens genau so ein Auto in der gleichen Farbe, welches meine Eltern in meiner Kindheit fuhren und an das ich mich so gut erinnern kann! Zufall?
Zurück ging‘s dann über Hamburg nach Bremen ohne jegliche Probleme, das Auto lief perfekt
und der Boxerklang war Musik in meinen Ohren. Diese erste große Fahrt werde ich nie
vergessen.
Die Erstbesitzerin hieß Frl. Johanna Rohrmoser und hat das Auto am 13.06.1966 bei der Fa. Eduard Winter in Berlin gekauft. Sie hat so ziemlich alles über den VW aufbewahrt, so dass ich eine recht komplette Historie besitze! Ihr zu Ehren, weil sie den Wagen sehr gemocht haben muss und ihn immer gut behandelt hat, habe ich ihn Frl. Rohrmoser getauft. Die gute Frau muss wohl 1998 gestorben sein, denn dann wurde der Wagen abgemeldet. Entdeckt wurde der VW, als die Garage, in der er stand, abgerissen werden sollte. Es war wohl ihr Enkel, der den Wagen dann wieder angemeldet und mit H-Kennzeichen versehen hat, von ihm habe ich ihn dann gekauft.
Nachgerüstet habe ich zwischenzeitlich Blaupunkt-Radio mit Überblendregler und Zweitlautsprecher auf der Heckablage, Hella 128 Nebelscheinwerfer mit orig. Einbausatz, Bosch Fanfaren verdeckter Anbau mit orig. Einbausatz, DZM, Schmutzfänger, Rückfahrscheinwerfer, Zigarettenanzünder und Windabweiser.
Euer Carsten Ripke
LG Weser-Ems
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2008 - Zweite Ausfahrt für Fahrzeuge bis Baujahr 1945
Unter dem Namen „Historischer Tag“ führte die LG Weser-Ems am 28.06.08 eine Ausfahrt für Fahrzeuge bis Baujahr 1945 durch. Der „Historische Tag“ wird seit Jahren vom Deutschen Eisenbahn Verein (DEV) in Bruchhausen- Vilsen veranstaltet. Hier wird dem interessierten Eisenbahnfan gezeigt, wie Kleinbahnen in Deutschland den Verkehr abwickelten. Da die Kleinbahnen ihre Hochzeit kurz nach Ende des ersten Weltkrieges hatten, hätten unsere teilnehmenden Fahrzeuge perfekt dazu gepasst. Die diesjährige Ausfahrt sollte diese Veranstaltung zum Etappenziel haben. Leider erfuhren wir erst kurz vor der Ausfahrt, dass der „Historische Tag“ wegen Personalmangels ausfallen muss. Nach einigen Telefonaten fuhren die Kleinbahner für uns allerdings ein beeindruckendes Notprogramm! Nun aber der Reihe nach.
Als ich um kurz nach halb neun die Hallentore öffnete, um meinen Citroen 5HP Typ C Torpedo und Papas DKW Motorrad startklar zu machen, fing es auch schon an zu regnen. Immer nach dem Motto „Es gibt kein schlechtes Wetter – nur die falsche Kleidung“ fuhren wir in Begleitung eines 1918er Dodge zum Startpunkt am Automobilmuseum Asendorf. Dort angekommen, fing es richtig an zu duschen. Was uns aber nicht weiter störte, schließlich konnte man sich das kleine aber feine Museum anschauen und heißen Kaffee gab es auch noch. Im Museum selbst ist in diesem Jahr, noch bis zum dritten Oktober, eine Sonderausstellung zur Entwicklung des Rades zu sehen. Für mich von besonderem Interesse war allerdings ein ausgestellter Scheunenfund. Ein privater Sammler stellte dem Museum einen kürzlich bei Abbrucharbeiten wieder aufgetauchten Borgward Hansa 1800 zur Verfügung. Das Fahrzeug wurde nach einem Motorschaden 1963 in der Nähe von Bielefeld eingemauert. Offensichtlich musste es damals so schnell gehen, dass nicht einmal Zeit war den Wagen abzumelden….
Gegen halb elf waren dann alle Teilnehmer eingetroffen und pünktlichst zum Start hörte es auf zu regnen. Die Freude darüber währte aber nur kurz. Immer wieder öffnete Petrus seine Schleusen, um kurz drauf die Sonne wieder herunter brennen zu lassen. Die erste Etappe führte uns über Nebenwege zum Bahnhof Heiligenberg des DEV. Leider fiel auf halber Strecke ein Aero mit Hinterachsproblemen aus. Für die Besatzung ging die Tour dann auf den Rücksitzen eines Ford A weiter. In Heiligenberg angekommen wurden die Fahrzeuge auf der gepflasterten Ladestraße abgestellt. Um die (regenfreie) Wartezeit auf unseren Zug zu verkürzen gab es eine Art Brunch. Pünktlich um 12:45 Uhr kam unser Zug in den Bahnhof gerollt. Für unsere Gruppe stellte der DEV den Triebwagen T41 als Sonderzug zur Verfügung.
Dieser Triebwagen, vom Volksmund „Maus“, „Ameisenbär“ oder auch „Schweineschnäutzchen“ genannt, wurde als erstes Serienfahrzeug seiner Art 1933 von der Waggonfabrik Wismar an die „Steinhuder Meerbahn“ geliefert und dort als T41 in den Dienst gestellt. Der „Wismarer Schienenbus“ wie er im Amtsdeutsch heißt wurde für verschiedene Spurweiten gebaut und an norddeutsche Kleinbahnen ausgeliefert. Das damals aufkommende Automobil bedeutete das Aus für viele Kleinbahnen. Um den Untergang abwenden zu können, wurde der „Wismarer“ durch das „Landeskleinbahnamt Hannover“ in Auftrag gegeben. Sein Vorteil gegenüber dem Dampfzug war zum einen die Personalersparnis und zum anderen der günstige Preis und die günstigen Unterhaltungskosten. Um Kosten zu sparen verwendete man beim Bau LKW-Teile aus der Ford Fertigung. So ist der Antriebsstrang zwar zweimal vorhanden, dieser stammt aber komplett aus einem Ford AA oder Ford BB. Gefahren wird dabei immer mit dem in Fahrtrichtung vorne liegenden Motor. Man konnte so die Entwicklungskosten für ein aufwändiges Zweirichtungs- Getriebe sparen. Auch die Fahrzeugachsen stammen vom LKW. Auf diese Weise fuhr ein solcher Schienenbus mit sechs Fahrgästen wirtschaftlich. Damals hochmodern war der gesamte Wagenkasten als Schweißkonstruktion ausgeführt. Unser T41 fährt, wie die gesamte Museumsbahn, auf Meterspur.
Nach vier schaukelnden Kilometern war dann Bruchhausen-Vilsen erreicht. Hier hatten wir die Möglichkeit, die umfangreiche Kleinbahn-Fahrzeugsammlung und die Werkstätten des DEV zu bewundern. In Bruchhausen-Vilsen sind über einhundert zum größten Teil restaurierte Fahrzeuge ehemaliger deutscher Kleinbahnen zu hause. Hier sollte man sich vor Augen führen, dass die meisten Kleinbahnen Anfang der fünfziger Jahre endgültig von den Landkarten verschwunden sind. Die meisten Fahrzeuge wurden verschrottet. Einige hatten jedoch Glück und überlebten als Hühnerställe, Garagen, Gartenlauben oder auf Spielplätzen. Sie wieder ins Leben zurück zu holen und ihre typischen Einsatzgebiete in einem lebendigen Museum aufzuzeigen hat sich der DEV auf die Fahne geschrieben. Hierbei werden die Fahrzeuge soweit wie möglich in den Lieferzustand zurückversetzt restauriert. Beachtenswert ist auf jeden Fall, dass beim DEV alles ehrenamtlich erledigt wird. Und das geht sogar soweit, dass man in der glücklichen Lage ist, benötigtes Personal selbst ausbilden zu können und zu dürfen. So zieht man sich hier nicht nur das fahrende Personal selbst heran sondern auch Gleisbauer oder das Fachpersonal für die Restaurierung der Fahrzeuge. In der großen Werkstatt werden die meisten erforderlichen Arbeiten selbst ausgeführt. Dies kann bis zum kompletten Neubau eines Dampflokkessels oder eines Wagenkastens gehen…
Um 14:00Uhr ging es dann unter Dampf zurück nach Heiligenberg. Zuglok des planmäßigen Personenzuges war die 1899 von Hanomag an die „Kleinbahn Hoya-Syke-Asendorf“ gelieferte Lok „Hoya“. Sie ging im Jahre 1900 auf ihrer Stammstrecke in den Dienst. Die heutige Museumsbahn ist ein Teil ihrer alten Stammstrecke, die sie nie verlassen hat. Die „Hoya“ und die baugleiche „Bruchhausen“ (steht heute als Denkmal vor dem Bahnhof) waren die ersten betriebsfähigen Museumslokomotiven in Deutschland! Der vollbesetzte GmP (Güterzug mit Personenbeförderung) verlangte der kleinen Maschine und ihrer Mannschaft alles ab. Durch das teilweise sehr schlechte Wetter waren die Gleise im Steigungsbereich des Vilser Holzes schmierig und glatt. Dies führte immer wieder zu kurzzeitigem Schleudern der Maschine. Man darf nicht vergessen die Strecke durch das Vilser Holz ist eine der steilsten Bahnstrecken in Norddeutschland! Nach vier Kilometern, einem Bahnhof und zwei Haltepunkten war unser Endpunkt der Bahnhof Heiligenberg erreicht. Hier wurde der mitgeführte Güterwagen ausgestellt und der Zug setzte seine Reise nach Asendorf ohne uns fort. Für die vier Kilometer benötigte der Kleinbahnzug satte 25 Minuten.
Wieder bei unseren Fahrzeugen angekommen ging es weiter nach Bücken. Zuvor mussten jedoch ein paar Startprobleme, die Zündung einer DKW mochte die Nässe nicht sonderlich, gemeistert werden. Hier kamen wir, nach Zündungsproblemen der zweiten DKW, mit einer satten Stunde Verspätung an. Dadurch fiel für uns die angedachte Führung durch die Stiftskirche leider aus.
Bücken wurde im Jahre 886 durch eine kirchliche Fügung gegründet. Die evangelische Stiftskirche St Materniani et St Nocolai zu Bücken wurde im zwölften Jahrhundert errichtet. Das Stift Bücken wurde von den Geistlichen aus Bremen als Zufluchtsort, wenn es ihnen in der Hansestadt zu heiß wurde, genutzt…. Der Stift wurde entsprechend seiner Bestimmung angelegt und ausgestattet. Die Kirche ist in ihrer gesamten Geschichte bis heute weder geplündert noch beschädigt worden. Diesem Umstand ist es zu verdanken, dass heute noch, unter anderem, die originalen Kirchenfenster aus der Zeit vor 1250 verbaut sind!
Nach dem wir, sozusagen im Eilgang, die Kirche besichtigt hatten ging es dem Endpunkt nach Berxen entgegen. Hier haben wir, um Zeit zu sparen, den direkten Weg gewählt. Auf dem Weg zum Ziel gab es die letzte Dusche des Tages. In Berxen angekommen gab es dann nicht nur genug zu essen sondern auch eine „Vorführung“ wie man ein 105 jähriges Automobil bedient und was man beachten muss um den Guerry von 1903 fahren zu können…. Der Guerry fuhr übrigens nur wegen des schlechten Wetters die Tour nicht mit. Da sich aber das Wetter am Ziel von seiner besten Seite zeigte, wurde er aus der Halle gefahren und drehte dann zur Begeisterung aller einige Ehrenrunden.
Guerry & Bourguignon war ein Kutschenhersteller in Paris. Für den Automobilsalon in Paris baute man 1903 dieses hier vorgeführte Fahrzeug. Der Wagen mit seinem Einzylinder De Dion Motor fand aber so wenig Zustimmung, dass man sich entschied kein zweites Automobil in der weiteren Firmengeschichte zu fertigen. Der Wagen verschwand in der Versenkung und tauchte erst in den sechziger Jahren in Holland wieder auf. Heute ist er in der Nähe von Oldenburg zuhause.
Gegen 23:00 Uhr war dann auch der letzte Teilnehmer Richtung Heimat aufgebrochen. Für alle stand fest, nächstes Jahr wieder dabei zu sein, um einen Tag lang, auf ca. 60 Kilometer, ein Stück Niedersachsen auf Wirtschaftswegen zu erfahren und um, wie die Tagespresse es nannte, echte Oldtimer zu genießen. Auch der, inzwischen genesene, Aero wird dann wieder dabei sein…
Ölfingergrüße
Stephan Arbeitlang
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2008 - LG Weser-Ems – Spargelfahrt
Bei schönem Wetter und verschlungener Strecke, ging es zum Berxener Marschbruch, wo bei Familie Arbeitlang die Kaffeetafel auf uns wartete.
Vielen Dank von allen dafür.
Frisch gestärkt ging´s nun ins Spargellokal „ Zum Holschenböhl“.
Es war für alle ein schöner Tag, der in uns Erinnerung bleibt.
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Citroen 5 HP Typ C Torpedo, Baujahr 1922
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Kaffeetafel im Berger Bruch bei Ubrich |
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Spargelessen mit Familie
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Ein kleines Dankeschön den Organisatoren
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Ein schöner Standpunkt
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Alle
Angaben ohne Gewähr. |
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