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Landesgruppe
Rhein-Main - Aktuell
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Osterausfahrt der LG Rhein Main am 13.4.2009
Wie schon seit Jahren haben auch dieses Jahr zu Ostern unsere Clubkameraden Sonja und Jürgen Schaudt zu einer Ausfahrt eingeladen. Wir sind es gewöhnt, dass die beiden alles sorgfältig planen und immer etwas zu erleben ist, was man noch nicht so kannte.
Treffen war im bereits bekannten Café Calimera in Gelnhausen, wo eine opulenter, reichhaltiger Brunch eingenommen werden konnte. Vor dem Beginn unserer Rundfahrt wäre ein Verdauungsspaziergang besser gewesen, als die ca. 20 Fahrzeuge der Mitfahrer zu inspizieren, die auf einer Wiese unter der DAVC –Fahne aufgestellt waren.
An den Start gingen ca. 20 Autos, wobei die Nachkriegsmodelle in der Überzahl waren. Jedes Team wurde mit einem Heft zur Begrüßung ausgestattet, das ich so noch nicht gesehen hatte, eine Mischung aus Reiseführer und Bordbuch in Farbe. Die Kilometrierung war in km und Meilen angegeben, richtig für mich, da ich mit einem englischen Modell unterwegs war und zur Sicherheit war noch eine Landkarte eingefügt, was für mich als Alleinfahrer auch sehr nützlich war.
Die Fahrt ging bei Frühlingswetter mit fast sommerlichen Temperaturen vorbei an der Ronnerburg, die von blühenden Hecken und Bäumen eingerahmt war,( Bild im Bordbuch ein Geschichtsabriss und für Interessierte Literaturhinweise) über Büdingen nach Schloss Birstein. Wer genügend Zeit hatte konnte sich aus dem Bordbuch schon über die Geschichte der Residenz und der Genealogie des Hauses Isenburg informieren.
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Wir stellten im Schlosshof um einen Brunnen unsere Autos aus und wurden dann zu der angemeldeten Schlossführung empfangen.
Eine Dame, die sich als Hausfrau vorstellte führte einen Teil, den anderen Teil ein Herr vom Geschichtsverein. Es stellte sich dann heraus, dass die „Hausfrau“ Fürstin zu Isenburg war, die einen Teil ihres Hauses zeigte. Uns war es nur gestattet einen in der Barockzeit errichteten Trakt zu besichtigen, der im Obergeschoß einen wunderschönen, geschmackvollen Festsaal hat, eine Pracht in weiß mit sparsamen Goldakzenten auf der Rokokostuckatur. |
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Die Saalgröße von 130 Quadratmetern, da passt eine 4 Zimmerwohnung hinein, wird heute noch zu Feierlichkeiten der Familie und zu Konzerten genutzt. Es wäre schön in diesem Raum einmal ein Konzert zu hören und gleichzeitig den Blick auf den gepflegten Park zu haben, in dem gerade die Magnolien blühten. Der zweite Saal, durch einen großen Empfangsraum getrennt, hat schon berühmte Persönlichkeiten gesehen. Goethe, Zar Nikolaus II und Papst Pius wurden dort bewirtet und haben die klassizistische Ausstattung gesehen.
Nach 2 Stunden verließen wir die gepflegte Residenz zur letzten Etappe. Die Fahrt ging weiter zum Vogelsberg, durch Fachwerkdörfer, kleine Ortschaften, die sich sonntäglich herausgeputzt hatten. In den Gärten der Wirtschaften saßen schon einige Unerschrockene und ließen sich von der Sonne bescheinen. Je weiter wir zum Vogelsberg fuhren, umso weniger war vom Frühling zu sehen und am Hoherodskopf lag an schattigen Stellen noch alter Schnee. Wir überfuhren die Wasserscheide Rhein Weser, die mehr als 700 m hoch liegt, um wieder ins Tal über Schotten Mochelbach, Eichenrod nach Gedern, dem Ziel unserer Ausfahrt zu kommen.
Im Gederner Schloss war eine Kuchentafel aufgebaut und für ganz Hungrige gab es belegte Brötchen. Der Kuchen war köstlich, wie man auf dem Lande heute noch backt, wahrscheinlich alles ohne “Bio“ auch mit schöner fetter Sahne. Natürlich musste man schnell am Bufett sein, da unserer Clubkameradinnen und Kameraden haben wohl einen ähnlichen Geschmack wie ich. Alle Autos haben diese Fahrt gut überstanden und werden wohl heil nach Hause gekommen sein. Es war ein gelungener Tag, gut überlegt von unseren Gastgebern Sonja und Jürgen in der Streckenführung und gut in den Details vorbereitet. Für mich war es ein gelungener Tag, der mich mit netten Leuten, die ich seit Jahrzehnten zum Teil kenne wieder zusammenbrachte und man konnte mal so ganz ungestört über unser gemeinsames Hobby plaudern. Wen interessiert es sonst, wenn man Sorgen mit einem Getriebe oder mit den Bremsen hat.
Ich nehme an, dass sich alle Teilnehmer so wohl gefühlt haben wie ich und hoffe, dass die Osterausfahrt von Gelnhausen im nächsten Jahr wieder stattfindet.
Peter Hörr
Kelkheim, 23.4.2009
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Alle Angaben
ohne Gewähr. |
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